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Hessische Wirtschaft
Kommentar

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CSR – Corporate Social Responsibility
Wer gibt, dem wird gegeben!

CSR - Drooghmans International hat sich schon immer mit diesem nun auch in Deutschland bekannter geworden Feld beschäftigt. Nun hat Alice Drooghmans die Möglichkeit genutzt, ihre Erfahrungen auch in Russland zu präsentieren. Mitte Mai sprach sie auf Einladung der CERBA (Canada Eurasia Russia Business Association) und des DIAND (Department of Indian Affairs and Northern Development) beim Canada-Russia roundtable on Corporate Social Responsibility and Public-Private Partnership in Moskau über die neuesten Erkenntnisse und Erfahrungen.

Ihr Fazit: CSR zahlt sich für Unternehmen aus!

MANAGEMENT SUMMARY

 

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Gastkommentar Alice Drooghmans,
IHK-Wiesbaden Ausgabe
„Wirtschaft und Frauen“, Juli 2006

„Männer und Frauen gleichberechtigt an der Unternehmenswelt beteiligen“

Wertvollen Rat erhielt ich stets von meiner berufstätigen Mutter. Bei einem meiner letzten Gespräche mit ihr – ich war an einer wichtigen Wegmarke in meinem Berufsleben angekommen und stellte die Frage: Wie kann es weitergehen? -, wurden mir zwei Dinge plötzlich sehr bewusst: Zum einen, wie wichtig gute Kontakte und offene Gespräche sind und zum anderen die Bedeutung der gleichen Sicht- und Herangehensweise. Frauen achten wirklich mehr auf soziale und menschliche Komponenten.

Längst stehen Frauen ihre Frau – sowohl als Selbständige als auch in den Führungsetagen der Unternehmen. Trotzdem finden sich aber nur eine Hand voll wirklicher Topmanagerinnen an der Spitze. Und Mütter in Führungsverantwortung sind noch seltener. Die viel zitierten „gläsernen Decken“ behindern nach wie vor eine echte Gleichstellung von Frau und Mann. Dies belegt auch die neueste internationale Studie von Accenture, in der nur 30 Prozent der weiblichen und 43 Prozent der männlichen Manager glauben, dass Frauen gleiche Chancen haben. Förderprogramme für Frauen sind also immer noch nötig. Frauen-Netzwerke bieten eine Plattform für Erfahrungsaustausch und Kontaktpflege. Leider werden sie noch von vielen eher als Auftragsbörse missverstanden. Nicht wenige Studien haben zudem ergeben, dass gerade Frauen in Führungspositionen – dort, wo die Luft immer dünner wird – mehr gegen- als miteinander arbeiten. Es sollte jedoch um aktives Gestalten durch jedes einzelne Mitglied gehen, um ein Geben und Nehmen auf höchstem Niveau – und das übrigens auch für berufstätige Mütter. Vertrauen und Respekt sind im allseitigen Interesse wichtige Voraussetzungen.

Mindestens genau so wichtig sind aber Netzwerke, die Männern und Frauen gleichermaßen offen stehen. Denn es ist durchaus von Vorteil, männliche und weibliche Strategien zu kennen. Und Frauen sollten keine Scheu haben, sich von männlichen Tugenden inspirieren zu lassen oder diese auch einzusetzen. Im Zusammenspiel mit weiblichen Tugenden kann dies nur vorteilhaft sein. Gut finde ich auch, einen Mentor zu haben. Und der kann gerne männlich sein. Warum soll sich eine Frau Männer nicht als Verbündete suchen? Viele Mentoring-Projekte wurden in großen Unternehmen, Organisationen und Kommunen erfolgreich und mit bester Resonanz durchgeführt.

Doch trotz Förderungen: Frauen müssen ihr Fortkommen selbst stärker in die eigene Hand nehmen und den Mut haben, Risiken einzugehen. Frauen in Führungspositionen müssen eben härter arbeiten und haben längere Arbeitstage. Und es ist Tatsache, dass Unternehmenshierarchien für Frauen weniger durchlässig und Aufstiegsentscheidungen nicht immer sehr transparent sind. Ehrgeiz sollte also nicht länger als negativ verstanden werden. Zusammen mit der Selbstorganisation bildet er die Basis für eine Karriere. Auch das Engagement in einem internen Unternehmensnetzwerk muss endlich erkannt werden. Und letztendlich müssen wir Frauen von den gesellschaftlichen Zwängen wegkommen. Wir sollten uns endlich ohne schlechtes Gewissen für die Möglichkeiten „Familie und Beruf“, „Beruf“ oder „Familie“ entscheiden. Wir dürfen nämlich nicht vergessen: Berufstätige Mütter sind wichtige Vorbilder für ihre Kinder.

Die höchste Barriere für eine Karriere jedoch stellt ganz sicher die fehlende Chancengleichheit in unserer Gesellschaft dar. Hier muss noch einiges getan werden. Gute Beispiele liefert uns nicht nur Frankreich. Auch der indische Ökonom und Nobelpreisträger Amartya Sen brachte es sehr schön auf den Punkt: „Nur wenn Männer und Frauen auch gleichberechtigt an der Unternehmenswelt beteiligt sind, kann eine Gesellschaft ihr volles Potential ausschöpfen. Um die Aufstiegschancen von Frauen zu verbessern, also die gläsernen Decken durchlässiger zu machen, braucht es den passenden Mix aus Gesetzen, die Einsicht der Untenehmen und natürlich den Willen der Frauen selbst.“